Hämatologie

In die Hämatologie kommen Patienten mit Beschwerden des Blutes, des Knochenmarks und der Lymphknoten. Ein Hämatologe schaut sich im Labor an, wie sich das Blut zusammensetzt.

Manchmal punktiert der Arzt das Knochenmark

Es gibt unzählige Störungen des Blutes. Bei der Anämie sind zu wenig rote Blutkörperchen vorhanden. Die Betroffenen sind müde und blass. Sie konzentrieren sich schlechter und sind weniger leistungsfähig.

Hat der Patient zu wenig weisse Blutkörperchen, ist er häufiger krank. Seine Abwehr gegen eindringende Erreger ist geschwächt. Die Ursachen sind vielfältig: Eine Reaktion auf eine Medikament oder ein Blutkrebs ist möglich.

In der Hämatologie schauen die Ärzte auch die Gerinnung des Blutes an. Bei der Bluterkrankheit hört es nach einer Verletzung nicht mehr auf zu bluten. Häufige Blutgerinnsel in den Venen, sogenannte Thrombosen, weisen auf eine zu starke Gerinnung hin.

Der Hämatologe ist auch zuständig für Transfusionen. Medizinische Fachpersonen kontrollieren die Blutprodukte. Der Empfänger erhält seine Blutkonserven ohne Risiko.

In die Hämatologie kommen Patienten jeden Alters. Kinder und Jugendliche erkranken eher an Blutkrebs oder haben eine Gerinnungsstörung. Bei den Älteren kommen Blutarmut oder Krebs der lymphatischen Organe hinzu.

Für den Hämatologen ist eine freundliche Atmosphäre mit den Patienten wichtig.

Das Team in der Hämatologie-Klinik benutzt die neusten Techniken und Therapien. Sie führen Aderlässe, Bluttransfusionen, Immun- und Chemotherapien durch. Sie geben Infusionen mit Medikamenten oder anderen lebensnotwendigen Stoffen.

Daneben gibt es spezielle Sprechstunden, beispielsweise für Patienten mit der Bluterkrankheit. Die Betreuungspersonen begleiten diese Personen ein Leben lang.

Andere Personen kommen kurz in die Hämatologie und gehen gesund nach Hause.

Mit welchen Beschwerden gehe ich in die Hämatologie?

Der Hämatologe behandelt Krankheiten des Blutes und der blutbildenden Organe. Auch Störungen des Lymphsystems gehören dazu.

Die Beschwerden sind sehr unterschiedlich und sind abhängig davon, welches Organ oder welche Blutzellen betroffen sind.

Mögliche Beschwerden sind:

  • Hautblässe
  • Leistungsabfall
  • Konzentrationsschwäche
  • Müdigkeit
  • Blutungsneigung
  • Blaue Flecken
  • Nasenbluten
  • Häufige Infekte
  • Knochenschmerzen
  • Vergrösserte Milz
  • Vergrösserte Leber
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber

Leiden Sie an einem dieser Symptome, muss das nichts Schlimmes bedeuten. Viele Erkrankungen zeigen sich mit diesen Krankheitszeichen. Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt für eine erste Abklärung. Wenn nötig, schickt er Sie in die Hämatologie.

Welche Untersuchungen werden in der Hämatologie durchgeführt?

In der Hämatologie spricht der Arzt mit dem Patienten. Er fragt nach dem Grund des Besuches und den Beschwerden.

Bei der körperlichen Untersuchung achtet er auf geschwollene Lymphknoten, eine vergrösserte Leber oder eine vergrösserte Milz. Er schaut sich die Haut an und sucht nach Ausschlägen oder blauen Flecken.

In der Hämatologie ist die Untersuchung des Blutes wichtig. Eine Blutentnahme ist bei fast jedem Besuch nötig.

Manchmal braucht es zusätzliche Abklärungen. Das medizinische Fachpersonal gewinnt Zellen aus dem Knochenmark oder den Lymphknoten. Sie entnehmen diese mit einer feinen Nadel und untersuchen sie im Labor.

Welches sind Anzeichen für Blutkrebs?

Bei einem Blutkrebs (Leukämie) vermehren sich Krebszellen im Knochenmark. Sie verdrängen die normalen Blutzellen. In der Hämatologie kann der Arzt mit einer Untersuchung des Blutes die Krebszellen nachweisen.

Der Patient mit einem Blutkrebs hat sehr unspezifische Beschwerden, die auch bei vielen anderen Krankheiten auftreten. Der Erkrankte ist blass, müde und auch antriebslos. Zahnfleischbluten ist ein Zeichen für Leukämie, aber auch blaue Flecken auf der Haut.

Bei der akuten Leukämie treten die Beschwerden innerhalb von wenigen Tagen auf und sind sehr ausgeprägt. Beim chronischen Verlauf verspüren die Patienten nichts oder nur leichte Einschränkungen.

Was ist eine Gerinnungsstörung?

In der Hämatologie untersuchen Fachpersonen die Gerinnung des Blutes. Die Gerinnung ist der Vorgang, mit dem der Körper nach einer Verletzung eine Blutung stoppt.

Dabei kleben sich Blutzellen und Gerinnungsfaktoren zusammen. So entsteht ein Blutgerinnsel. Dieses Gerinnsel verschliesst die verletzten Gefässe und der Körper hört auf zu bluten.

Bei einer Gerinnungsstörung läuft dieser Vorgang falsch ab.

Ist die Gerinnung zu stark, bilden sich Blutgerinnsel in einem unverletzten Gefäss. Es entstehen beispielsweise Thrombosen in den Beinvenen.

Bei einer zu schwachen Gerinnung ist die Gefahr einer Blutung gross. Dies ist bei der Bluterkrankheit (Hämophilie) der Fall.

Wie merke ich einen Eisenmangel und was kann ich dagegen tun?

Bei einem Eisenmangel bildet das Knochenmark nicht genug rote Blutkörperchen. Die roten Blutkörperchen sind wichtig für den Sauerstofftransport.

Fehlen sie, ist der Patient müde, blass und antriebslos. Eisenmangel führt zu brüchigen Fingernägeln und Haaren. Die Mundwinkel reissen ein (Mundwinkelrhagaden) und die Zunge kann weniger gut schmecken.

Die Blutuntersuchung in der Hämatologie zeigt das Ausmass des Eisenmangels.

Normalerweise nehmen wir Eisen mit der Nahrung auf. Genügt dies nicht, verabreicht der Arzt Eisen in Tablettenform oder mit einer Infusion. Er klärt auch die Ursache eines erhöhten Eisenbedarfs ab und behandelt mögliche Störungen.